Über den Verfasser von www.chilijohny.ch

Es ist mir bewusst, dass auf diesen Seiten nicht nur über positive Aspekte der schweizerischen Armee berichtet wird. Im Zuge der Fairness, empfinde ich es als anständig, meine eigene Umgebung und Situation zu erörtern. Selbstverständlich entspricht dies einer subjektiven Einschätzung.

Zivil

Nach der Kantonsschule habe ich an einer schweizerischen Hochschule Physik studiert und promoviert. Schwerpunkt meiner Ausbildung war experimentelle Physik. Kurz nach Abschluss meiner Doktorarbeit bin ich mit 28 für ein Jahr nach Kanada ausgewandert. Dort habe ich weiterhin als Physiker geforscht. Nach einem Jahr wurde das Labor an eine renommierte schweizer Hochschule beordert. Mit einem kleinen Rucksack an Auslandserfahrung habe ich mich deswegen (und aus persönlichen Gründen) auch wieder auf den Weg zurück in die Schweiz gemacht. Seither arbeite ich weiterhin im akademischen Bereich und denke zum Zeitpunkt des Schreibens darüber nach, ob ich weiterhin eine akademische Karriere oder eine Karriere in der Privatwirtschaft anstreben soll.

Die Aufgaben die ich täglich bewältige, lassen sich am Besten als „Projektleitung“ beschreiben. Dabei koordiniere ich die Arbeit von Technikern, Doktoranden und Studenten im Bereich der Instrumentenentwicklung und Charakterisierung. Während dem Schreiben dieser Worte bin ich 30 Jahre alt.

Militär

Meine militärische „Karriere“ beginnt mit der Aushebung im Jahr 2002, nach altem System der Armee 95. Damals waren weit weniger Tests nötig als heute; An nur einem Tag wurden psychologische, intellektuelle und physische Fähigkeiten evaluiert und die Truppenzuteilung abgeschlossen. Mir war damals schon klar, dass ich kein Militär-Fanatiker bin, habe mich aber trotzdem Mühe gegeben und wurde als „Aufklärer“ ausgehoben. Der Grundgedanke dahinter war, wenn ich schon etwas Mühsames machen müsste, dann möchte ich wenigstens etwas tun, was mich fordert. Aufklärer hatten damals das Image, sowohl psychisch, physisch und intelektuell belastbar und leistungsfähig zu sein.

Die Rekrutenschule habe ich im Winter 2003 in Thun, mit Verlegung in Näfels, absolviert. Wir hatten eine Misch-RS, bei welcher Infanterie-Aufklärer und Mechanisierte-Aufklärer zusammengelegt wurden und beide Funktionen ein wenig (dafür vermutlich keine richtig) ausgebildet wurde. Im Zuge dieser Misch-RS wurde ich zum Aufklärungsfahrzeug-Fahrer weitergebildet. Das Aufklärungsfahrzeug ist der Eagle 93/97.

Betreffend Weitermachen war dies in den ersten Wochen der RS zwar eine Option, allerdings wurde mir (und vermutlich auch dem Ausbildungsoffizier) bald einmal bewusst, dass ich zu wenig Enthusiasmus für eine weitere militärische Karriere aufbringen würde.

Über die nächsten Jahre musste ich aus verschiedenen Gründen (Studium, Auslandsaufenthalt) einige Wiederholungskurse (WK) verschieben. Bis 2010, habe ich 5 WKs (oder rund 100 Diensttage) in WKs abverdient, ein WK davon in einer Gastkompanie, wo wir 3 Wochen lang Botschaften in Genf bewachen durfte. Eine aussergewöhnlich langweilige Erfahrung. Die restlichen WKs, habe ich in einer Panzerjägerkompanie absolviert, in der ich nach dem Auslandsjahr (2012/2013) auch meinen sechsten und nächsten WK absolvieren werde. Die Erlebnisse des 6. WKs sind in diesem Tagebuch festgehalten.

Politische Orientierung

Als Naturwissenschaftler liegt es in meiner Natur, Umstände kritisch zu hinterfragen. Als Schweizer und als Steuerzahler schätze ich die Möglichkeit, direkte Demokratie auszuüben. Gebrauch vom Stimmrecht zu machen ist deswegen eine Selbstverständlichkeit. Allerdings habe ich keine Bedenken, parteipolitische Grenzen zu überschreiten um so zu wählen, wie ich es für richtig halte. Das heisst, ich folge keinen Parteivorgaben und entscheide über meine Stimme entsprechend dem Sachverhalt.

Grundsätzlich würde ich mein Stimmverhalten als bildungsfördernd, wirtschaftsnah sofern gesellschaftsfreundlich und umweltfreundlich bezeichnen. Keinesfalls stimme ich Steuergeschenken für Reiche oder ausländerfeindlichen Volksinitiativen zu.

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