Tag 18: Arbeitsvorbereitung WEMA

Vorbereitung und das lange Warten

Aufstehen und Frühstück wie immer. Unser Zug denkt einmal mehr mit und nimmt die vorbereiteten Packungen zum Abgeben bereits zum Antrittsverlesen mit. Die Rechnung geht auf: Alle anderen Züge müssen im Anschluss ans AV noch
"Um 07:40 Uhr habe ich mein gesamtes Material retourniert... Bis zum nächsten Termin, habe ich keinen Auftrag mehr. Der nächste Termin ist das Mittagessen um 11:00 Uhr."
aufs Zimmer, während wir direkt zum Abgeben gehen können. Dadurch vermeiden wir ein unendliches Schlange stehen. Um 07:40 Uhr habe ich mein gesamtes Material retourniert und bin zurück auf dem Zimmer. Bis zum nächsten Termin, habe ich keinen Auftrag mehr. Der nächste Termin ist das Mittagessen um 11:00 Uhr.

Zwischen 07:40 und 11:00 Uhr schlafe ich anderthalb Stunden, schaue ob im Filmsaal ein Film läuft (leider nein) und lese..

Standartenübergabe

Um 11:00 gibt es Mittagessen und um 11:30 liege ich, und alle anderen in meinem Zimmer, heute bereits zum dritten mal im Bett. Nächster Termin: 12:40 Uhr. Dann werden wir die Standartenübergabe vorbereiten. Zur Erinnerung: Die Standarte ist die Schweizer Flagge die am Anfang vom WK unserer Kompanie symbolisch überreicht wurde. Wir sind wieder Fahnenzug. Das ist allemal besser, als die Kompanieschule mit der ganzen Kompanie machen zu müssen. Dafür sind wir natürlich auch etwas exponierter, aber was kann uns schon gross passieren? Wir treffen uns also mit Gewehr, Helm und Regenschutz und müssen, wer hätte das gedacht, warten bis der Fahrer um 13:00 Uhr eintrifft. Dann werden wir nach Appenzell chauffiert, wo wir unsere kleine Zugschule 10 Minuten üben und anschliessend warten (von ca. 14:15 bis 15:30). Ein Teil des Wartens dürfen wir in einem Restaurant bei einer Cola absitzen.

Bei der Standartenübergabe gibt es einmal mehr eine Rede vom Bataillonskommandanten: „Es war gut, muss aber noch besser werden“. War der im gleichen WK wie ich? Die Welt verstehe ich nicht mehr als der gute Herr dann auch noch unsere Kompanie hervorhebt und ihr eindeutig bessere Prädikate gibt als den anderen beiden Kompanien. Ich persönlich habe das Gefühl, weder selber Ausserordentliches geleistet zu haben, noch andere dabei beobachtet zu haben.

Vorbereiten der Vorbereitungen

Wir werden zurück in die Kaserne gefahren und warten für 45 Minuten (d.h. Schlafen, lesen, schreiben,..) auf das Nachtessen. Wir essen sehr gemütlich „Znacht“ und können anschliessend nochmals 30 Minuten sitzen und warten, bis das heutige abendliche Antrittsverlesen (ja die kanns auch am Abend geben) um 18:45 Uhr stattfindet. Dort werden die einzelnen Detachements für die
" Es wäre ja heute nicht genug Zeit gewesen, das etwas speditiver vorzubereiten."
Materialabgabe von morgen sortiert. Etwas schade: Die Detachement-chefs (üblicherweise Unteroffiziere) hatten vorher keine Zeit, sich zu organisieren. Das tun sie also, während wir Soldaten einfach rumstehen. Es wäre ja heute nicht genug Zeit gewesen, das etwas speditiver vorzubereiten (Achtung Sarkasmus!). Wir warten also weitere 20 Minuten und hören dann auf unsere Chefs von morgen. Die wesentliche Aussage: „Wir befehlen euch dann im Detail morgen was ihr zu tun habt“.

Theorie und Kampfbier

Anschliessend treffen wir uns im Theoriesaal um uns an unsere ausserdienstlichen Pflichten (z.B. Die Meldepflicht, oder das obligatorische Schiessen) aufklären zu lassen. Um etwa 20:00 Uhr werden wir in ein sogenanntes „Kampfbier“ in das der Kaserne angegliederten Restaurant entlassen. Kampfbier bedeutet nichts anderes als ein Kurzausgang/Umtrunk im Kämpfer. Ich verzichte bewusst auf diese Möglichkeit: Was soll ich mit 200 grün angezogenen Soldaten in einem Restaurant ein Bier trinken...nur um Bier getrunken zu haben. Heute etwas speziell: Bereits um 22:00 Uhr findet das Zimmerverlesen und anschliessend das Lichterlöschen statt. Morgen ist bereits um 04:00 Uhr Tagwache, damit wir frühzeitig (und als erstes) beim Logistikzentrum die Kampffahrzeuge abgeben können. Ich nutze die Freizeit um ein wenig Sport zu machen und gehe Joggen.

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